Wie wird man Schiedsrichter?

Die Schiedsrichterordnung (Sch O) des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) gibt den rechtlichen Rahmen für die Schiedsrichter und alle die es werden wollen vor (siehe dazu PDF-Datei).

In § 1 Absatz 5 heißt es:
„Voraussetzung für die Anerkennung und den Einsatz als Schiedsrichter ist
a) die Mitgliedschaft in einem dem Landesverband angehörigen Verein,
b) der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung,
c) die charakterliche und körperliche Eignung,
d) die Vollendung des 18. Lebensjahres für aktive Mannschaften,
e) die Vollendung des 16. Lebensjahres für Jugendmannschaften.“

Die Arbeitskreise Schiedsrichter in den Bezirken können das Mindestalter für Schiedsrichter bei Jugendspielen selbst festlegen. Bei Minderjährigen muss das Einverständnis des gesetzlichen Vertreters vorliegen.

Schiedsrichter ist wer einen gültigen Schiedsrichterausweis hat.

Auch bei Schiedsrichtern gibt es Leistungsklassen

Wie im Spielbetrieb gibt es auch für Schiedsrichter verschiedene Leistungsklassen. Normalerweise fängt jeder Neuling in der untersten Klasse an. Der Auf-, aber auch der Abstieg, in eine höhere bzw. niedrigere Klasse ist von seinen — ihren bei Gespannen — Leistungen und seiner Einsatzbereitschaft abhängig. Wesentliche Merkmale für die leistungsgerechte Einstufung sind die Beurteilungen aufgrund von Beobachtungen im Spiel und die Ergebnisse der Regel- und Konditionstests. Den Auf- und Abstieg regeln die Arbeitskreise Schiedsrichter in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Für den Einsatz gerade in den höheren Spielklassen können Altersgrenzen festgesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich um Schiedsrichter zu werden aktiv Handball spielen?

Nein, Du musst nicht aktiv Handball spielen. Du musst aber in einem Verein sein. Das hat unter anderem versicherungsrechtliche Gründe, beispielsweise bei einem Unfall bei der Fahrt zu einem Spiel oder der Heimfahrt oder bei einer schwerwiegenden Verletzung bei einem Spiel.

Warum Schiedsrichter werden?

Dafür gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher und individueller Gründe. Die Liebe zum Handball spielt dabei bei fast allen Schiedsrichtern eine Rolle. Manche Handballer erkennen, dass ihr spielerisches Talent nicht für eine höherklassige Mannschaft ausreicht. Eine Karriere als Schiedsrichter ist dann oft eine Alternative.
Andere, vor allem Schüler und Studenten, können die Spesen als Einnahmequelle gut gebrauchen.
Viele Anfänger werden von ihren Vereinen dazu gedrängt Schiedsrichter zu werden. Das liegt vor allem an den Punktabzügen und Geldstrafen die den Vereinen drohen, wenn sie zu wenig Schiedsrichter haben. Jeder Verein ist nämlich verpflicht in Abhängigkeit der Zahl der gemeldeten Mannschaften — insbesondere im Aktivenbereich — Schiedsrichter zustellen.
Ohne Schiedsrichter gibt es keinen Handball. Sie gehören zum Handball wie die Spieler, die Tore und der Ball. Das wird leider sehr oft vergessen.

Wenn ich Schiedsrichter bin, was muss ich da alles tun?

Als Schiedsrichter muss man an bestimmten Lehrveranstaltungen und Leistungsüberprüfungen teilnehmen (§ 4.4 Sch O). Im Bezirk Darmstadt sind dies in der Regel vier Pflichtveranstaltungen pro Jahr (§ 6.3 Sch O). Sonderschulungen, beispielsweise nach Regeländerungen, sind auch möglich. Außerdem muss man sich körperlich fit halten. Dies ist besonders in den oberen Leistungsklassen ein wichtiger Punkt. Alle Schiedrichter des Bezirks Darmstadt — immerhin XXX Sportkameraden — treffen sich einmal Jahr im Monat XXX zum XXX.

Was ist, wenn ich ein Spiel nicht pfeifen kann?

Schiedsrichter, Schiedsrichterneuling und Schiedsrichteranwärter — was sind die Unterschiede?

Ab wann darf ich ein Spiel pfeifen?

Eigentlich nur dann, wenn Du einen Spielauftrag hast. Es gibt aber Ausnahmen. In den unteren Jugendklassen ist es im Bezirk Darmstadt so, dass für die Mehrzahl der Spiele der E- und D-Jugend keine offiziellen Schiedsrichter eingeteilt werden. Nur die Bezirksoberligen der D-Jugend werden von einem offiziellen Schiedsrichter gepfiffen. Der Grund dafür ist der Schiedsrichtermangel. Solche Spiele können prinzipiell auch von einem sachkundigen Laien — meist des gastgebenden Vereins — geleitet werden. Dies ist für Interessierte eine

Trainingsspiele innerhalb eines Vereins, beispielsweise . Nutzen um erste Erfahrungen zu sammeln.
Alle Spielklassen darüber nach bestandener Prüfung mit Auftrag zur Spielleitung. In der Regel beginnt ein Schiedsrichterneuling in den unteren Spielklassen im Jugendbereich, beispielsweise den Bezirksligen der C-Jugend.

Und wenn ich an einer Pflichtveranstaltung nicht teilnehmen kann?

Wer ist mein „Chef“, wer sind meine Ansprechpartner als Schiedsrichter?
Stichpunkte: Bezirksschiedrichterwart, Schiedsrichtereinteiler, Berzirksschiedsrichterlehrwart, Schiedsrichterbeobachter

Ich muss für eine längere Zeit ins Ausland (beispielsweise Auslandssemester). Geht das?

Ja. Auf Antrag kann man vom Besuch der Pflichtveranstaltungen im Bezirk für bis zu ein Jahr freigestellt werden. Von Spielaufträgen kann sich bis zu sechs Monaten freistellen lassen — wenn man vor der Antragstellung mehr als zwei Jahre als Schiedsrichter aktiv war.
(§ 16 Sch O: Freistellung von Schiedsrichterpflichten)

Was ist ein „Pate“ und was macht er?

Was macht ein Schiedsrichterbeobachter?

Wie kann ich am besten die Handballregeln lernen?


Schau Dir Handballspiel an, aber sehe sie Dir aus der Sicht eines Schiedsrichters an und beobachte wie die Schiedsrichter agieren und wo sie stehen. Von guten Schiedsrichtern kann man sehr viel lernen.

Was verdient man als Schiedsrichter?

Einen Verdienst in Form eines Gehaltes gibt es nicht. Selbst Bundesligaschiedsrichter sind Amateure, die in ihrer Freizeit Spiele leiten, sich fit halten und sich weiterbilden. Ganz leer geht man natürlich nicht aus. Neben der Fahrtkosten werden Spesen erstattet. In der Regel stellen einem die Vereine die „Dienstkleidung“ und als Schiedsrichter hat man freien Eintritt zu allen Handballspielen auf HHV-Ebene, das heißt bis einschließlich Oberliga.

Kann ich als Schiedsrichter bestraft werden?

Ja, denn Schiedsrichter unterliegen — wie alle an einem Spiel beteiligten Personen — den Satzungs- und Ordnungsbestimmungen der Verbände. Wer seinen Aufgaben und Pflichten nicht nachkommt oder gegen die Grundregeln des sportlichen Verhaltens verstößt, kann bestraft werden. Dazu gehören unter anderem das wiederholte schuldhafte Nichtantreten zur Spielleitung, das wiederholte unbegründete Absagen von Spielleitungen, die Leitung eines Spiels ohne Auftrag, das wiederholte schuldhafte Fernbleiben von Lehrveranstaltungen, Verstöße gegen Anordnungen der Sportinstanz und der Missbrauch des Schiedsrichterausweises. Die Verstöße können — je nach Schwere — unterschiedlich bestraft werden: Verweis, befristete Nichtansetzung zu Spielen, Rückstufung in eine niedrigere Leistungsklasse, Geldbuße oder Streichung von der Schiedsrichterliste.
Solche Fälle sind aber ausgesprochen selten. Im Bezirk Darmstadt wurden … Wie oft in wieviel Jahren bestraft?

Wie kann ich im Gespann pfeifen und was ist der Unterschied zum Einzelschiedsrichter?


Höhere Spielklassen werden nur von Schiedsrichtergespannen gepfiffen. In der Saison 2012/13 sind dies alle Spielklassen der Männer ab der Bezirksliga B, sowie die Bezirksoberliga der männlichen A-Jugend und die Frauenspielklassen oberhalb der Bezirksoberliga. Wer als Schiedsrichter Karriere machen will, muss mit einem Partner pfeifen.

Und was hab’ ich davon Schiedsrichter zu sein?




Deine Frage: