Spiel der Woche

Crumstadt/Goddelau zündet zu spät (11.02.2017)

BOL: HSG Fürth/Krumbach — ESG Crumstadt/Goddelau 27:24 (13:8)
Im Hinspiel am 15. Oktober bezog die ESG Crumstadt/Goddelau gegen die HSG Fürth/Krumbach mit 28:42 die höchste Saisonniederlage. Der aktuelle Tabellendritte war natürlich auf Revanche aus, als er am Samstagabend beim Tabellenzweiten auflief. Bei Fürth/Krumbach fehlte der erkrankte Patrick Dreier und bei Crumstadt/Goddelau Torhüter Tim Dornbusch. Der wurde durch Andreas Krasusky sehr gut vertreten. Mit Sebastian Avemarie gab ein „Heimkehrer“ vom Oberligisten Griesheim seinen Einstand.

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Marcus Koch

Die Partie begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten und war bis zum 6:6 sehr ausgeglichen. Danach stand die Deckung der Gastgeber deutlich sicherer und der ESG gingen die Ideen aus. Immer wieder drohte der ESG Zeitspiel. Kurz nachdem Schiedsrichter Harald Köhn verletzt passen musste (16. Minute, Verletzung im Kniebereich) und Thomas Märthesheimer fortan alleine pfiff, zogen die Gastgeber davon. Ballverluste der Riedstädter luden die HSG zu einer Gegenstoßgala ein und kurze Zeit später stand es 11:6. Eine zwischenzeitlich genommene Auszeit von Michael Hauptmann half nicht viel. Mit 13:8 ging es in die Kabinen.

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Dirk Schild

Hellwach kam die HSG ins Spiel zurück und als es keine zwei Minuten später 16:8 stand, sah es nach einem erneuten Debakel von Crumstadt/Goddelau gegen Fürth/Krumbach aus. Nun ließen aber die Hausherren beste Wurfchancen liegen und ESG-Torhüter Andreas Krasusky lief zur Hochform auf. Die ESG kam wieder auf 17:14 heran. HSG-Trainer Jens Becker war bedient und nahm eine Auszeit, in der er mit angemessener Lautstärke die richtigen Worte fand. Das half seiner Mannschaft die mit den 20:14 wieder davonziehen konnte. Hanno Eisenhauer wurde wieder treffsicherer und Marcus Koch zeigte seine wohl beste Saisonleistung für die HSG. Crumstadt/Goddelau gab sich aber noch lange nicht geschlagen. Langsam schlichen sich die Riedstädter wieder heran. Dirk Schild ackerte unermüdlich auf Halbrechts und Sebastian Avemarie traf bei seinem Debüt viermal. Bis auf zwei Tore 25:23 und 26:24 kam die ESG wieder heran, doch die HSG brachte am Ende die zwei Punkte sicher nach Hause. Ein verdienter 27:24-Sieg der Hausherren. Für Crumstadt/Goddelau wäre ohne die sicherlich spielentscheidende Schwächephase nach 15 Minuten sicher mehr drin gewesen.
An den Platzierungen hat sich für beide Mannschaften nichts geändert. Der Abstand zwischen beiden Teams liegt jetzt aber schon bei sieben Punkten. Die Vizemeisterschaft ist Fürth/Krumbach so gut wie sicher — mehr werden kann es nur durch Büttelborner Ausrutscher. Am nächsten Wochenende spielt die ESG zu Hause gegen Bonsweiher und die HSG hat beim Schlusslicht Einhausen sicherlich die wesentlich leichtere Aufgabe zu lösen.
Noch ein Wort über Thomas Märthesheimer, der 45 Minuten lang das Spiel alleine leiten musste. Er meisterte das ausgezeichnet und behielt stets die Übersicht. Das traditionell sehr faire und sachkundige Publikum in Fürth und die Akteure auf dem Spielfeld wussten dies auch zu würdigen.

HSG Fürth/Krumbach
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Henrik Richter im Tor
Fabian Beye 6, Luca Kilian, Marcus Koch 6, Hanno Eisenhauer 8, Sebastian Eisenhauer, Moritz Weber, Michael Wagner, Markus Möke 1, Lars Richter 2, Yannik Kaiser 2 und John Helferich 2.

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Trainer: Jens Becker

ESG Crumstadt/Goddelau
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Andreas Krasusky und Marco Voll (n.e.) im Tor
Sebastian Avemarie 4, Tom Friedrich, Christian Pudel 2, Nicklas Schwab, Moritz Seybel, Björn Werkmann, Björn Friedrich, Marius Kumpf, Patrick Hauptmann 5, Simon Meier, Dirk Schild 7/3 und Patrick Schuldt 4.

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Trainer: Michael Hauptmann

Siebenmeter
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HSG: keine
ESG: 3/3

Zeitstrafen
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HSG: 14 Strafminuten, 1x 2 min für Beye, Koch, Möke, Kaiser und Helferich; 2x 2 min für Wagner
ESG: 4 Strafminuten, 1x 2 min für B. Friedrich und Pudel

Schiedsrichter
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Harald Köhn (bis zur 16. Spielminute) und Thomas Märthesheimer (1.−60.) (HC VfL Heppenheim)

Spielverlauf
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0:1, 2:1, 2:2, 5:2, 5:5, 6:5, 6:6, 11:6, 11:7, 13:7, 13:8 (Halbzeitstand)
16:8, 16:10, 17:10, 17:14, 20:14, 20:16, 22:16, 22:18, 23:18 23:19, 24:19, 24:21, 25:21, 25:23, 26:23, 26:24, 27:24 (Endstand)

Zuschauer
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Pressespiegel

Spielberichte

Vorberichte

Autor: Armin Kübelbeck