Spielbericht

HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ist Vizehessenmeister    (06.03.2016)

HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden — TV Hüttenberg 23:20 (9:10)

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vlnr: Joel Engelter, Trainer Felix Beck, Luca Vatter, Jan
Heinrich, Dennis Daschevski, Lukas Kirchmeier, Leon
Metzger, Trainer Günther Heinrich, Christoph
Weizäcker, Lutz Parzeller, Niels Jäger, Paul Joachimi,
Ian Weber, Felix Sturm, Pascal Pernau

Die Handballer der Spielgemeinschaft aus Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden sind mit der männl. B-Jugend Vizehessenmeister geworden. Bevor um 20.15 Uhr der Tatort im Fernseher lief, gab es live in der ausverkauften Braunshardter Sporthalle bereits um 18.00 Uhr einen Krimi mit hoher Dramatik. Die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden spielte gegen den Tabellenführer TV Hüttenberg. Diese brauchten nur zu gewinnen, um Hessenmeister zu werden. Die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden wollte ebenfalls gewinnen, um den zweiten Platz in Hessens höchster Spielklasse zu erreichen und Vizehessenmeister zu werden. Von der Tribüne aus mussten die Hanauer das Geschehen tatenlos mitverfolgen. Wenn die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden gewinnt, ist nämlich Hanau der lachende Dritte und wird Hessenmeister. Die mit 150 Fans angereisten Hüttenberger machten von der Tribüne aus höllischen Lärm. Dagegen hielten ca. 100 Hanauer und die heimischen Fans lautstark dagegen. So eine Kulisse hat es in Braunshardt lange nicht gegeben. Die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden war also das Zünglein an der Waage.
Die Partie selbst wurde von der Abwehr geprägt. Keine Mannschaft kam zu einfachen Toren. So war auch der Halbzeitstand von 9:10 Toren für Hüttenberg kein typisches Ergebnis zweier sehr guten Angriffsreihen. Während die Gäste normalerweise mit einfachen Toren aus dem Rückraum glänzen, erzielt die Heimmannschaft ihre Tore eher durch druckvolles Spiel durch die Lücken. An diesem Sonntag waren aber beide Abwehrreihen glänzend eingestellt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Hüttenberger besser aus der Kabine. Sie konnten ihren Vorsprung auf drei Tore ausbauen. Nach dem 10:13 besannen sich die Jungs der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden wieder ihrer Fähigkeiten und glichen auf 13:13 Toren aus. Aber Hüttenberg konnte kurze Zeit später wieder mit zwei Toren und dem Stand von 14:16 Toren vorlegen. Nun reichte es der Heimmannschaft. Nach kurzer Auszeit der Trainer Günther Heinrich und Felix Beck begann der HSG-Express zu rollen. Über die Stände von 16:16, 18:16, 22:18 und dem Endstand von 23:20 Toren sicherte sich die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden mit diesem Sieg die Vizehessenmeisterschaft. Nun gab es kein Halten mehr. Freudige Hanauer gesellten sich zu strahlenden Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden`ler auf die Platte. Des einen Freud’ ist des anderen Leid. Mit hängenden Köpfen mussten die Hüttenberger ihren ersten Tabellenplatz an die Hanauer abtreten. Fast die gesamte Runde waren sie auf der Tabelle auf Platz eins zu finden. Nur nicht mehr nach diesem letzten, alles entscheidenden Spiel. Wegen des direkten Vergleichs (−2 Tore) wurde die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden punktgleich mit Hessenmeister Hanau Zweiter. Gefeiert wurde trotzdem. Die Spieler ließen den Abend mit ihren Familien in der Vereinsgaststätte „Elena“ ausklingen.
Die sehr faire Partie, die von den guten Schiedsrichterinnen Artero/Schilling geleitet wurde, war Werbung in Sachen Handball auf höchstem Niveau. Ein Wermutstropfen an der ganzen Sache gibt es dann doch noch. Fast der gesamte Kader der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden verlässt den Verein um nun in höheren Klassen zu spielen. In der nächsten Saison spielen die Jungs in der 3. Liga und in der A-Jugendbundesliga. Somit enden schöne Jahre mit einer gewonnen Hessenmeisterschaft und zweier Vizehessenmeisterschaften.

Für HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden spielten

Joel Engelter und Christoph Weizsäcker im Tor
Lukas Kirchmeier (1), Lutz Parzeller (1), Leon Metzger (1), Pascal Pernau (1), Niels Jäger (1), Paul Joachimi, Luca Vatter (3), Felix Sturm (4). Dennis Daschevski (9) und Ian Weber (2)

Schiedsrichter

Artero/Schilling

Spielverlauf

9:10 (Halbzeit), 10:13, 13:13, 14:16, 16:16, 18:16, 22:18, 23:20.


Autor: Walter Klink