Spiel der Woche


18.09.2015

Erster Landesligasieg für den Aufsteiger

Landesliga Süd Männer: SG Egelsbach — HSG Fürth/Krumbach 34:37 (13:18)
Für beide Mannschaften ist das erste Saisonspiel ein richtungsweisendes Derby. Auf der einen Seite die Gastgeber, die in der letzten Saison als Tabellenvorletzter den Klassenerhalt eher günstigen Umständen zu verdanken hatten und auf der anderen die HSG Fürth/Krumbach der Landesliganeuling. Beide Mannschaften konnten sich für diese Saison nicht signifikant verstärken. Im Gegenteil: bei Egelsbach riss der Weggang von Torhüter Simon Bär eine Lücke, die an diesem Abend richtig deutlich wurde und bei Fürth/Krumbach konnte Patrick Dreier den Verlockungen zwei Spielklassen über der Landesliga nicht widerstehen.
Die Partie begann recht ausgeglichen. Die ausgesprochen offensive Deckung von Fürth/Krumbach bot des öfteren für die beweglicheren Egelsbacher Angreifer Lücken. Nach einem 6:6-Zwischenstand ging die HSG erstmals mit drei Toren in Führung. Die Gastgeber standen zwar mit ihrer robusten Deckung hinten ganz ordentlich, aber vorne wurden nun allerbeste Chancen verworfen. Immer wieder scheiterten die Egelsbacher an HSG-Torhüter Henrik Richter, der zudem nach seinen Paraden mit zielgenauen Pässen Tempogegenstöße seiner Mannschaft erfolgreich einleitete. Eine Auszeit hätte hier vielleicht geholfen, doch SG-Trainer Feldmann hatte an diesem Abend die Grüne Karte wohl verlegt. Mit einer 13:18-Führung der Gäste ging es in die Kabinen.
Nach dem Wiederanpfiff von Oliver Arnold und Heiko Göttmann vom TSV Habitzheim, sah es für Egelsbach noch schlimmer aus. Im Angriff herrschte die ersten Minuten völlige Verunsicherung und Fürth/Krumbach zog auf 14:21 davon. Doch genau zu dem Zeitpunkt, als es eher nach einem Kantersieg für den Aufsteiger aussah, kippte das Spiel. Ein Faktor dafür war auch die Rote Karte für Fabian Beye nach seiner dritten Zeitstrafe in der 39. Minute. Egelsbach kam zurück ins Spiel und kämpfte sich wieder heran. Fürth/Krumbach gingen im Angriff die Ideen aus; vemehrt führten nun Einzelaktionen zum Torerfolg. Egelsbach kam mehrfach bis auf zwei Tore heran. Aber in den entscheidenden Phasen konnte Fürth/Krumbach sich immer wieder etwas Luft verschaffen. Die letzten zwei Minuten deckte Egelsbach offen, aber der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Fürth/Krumbach konnte nach einem Siebenmeter von Sebastian Eisenhauer eine sichere 34:37-Führung erzielen. Markus Möke hatte noch die Chance zum 34:38, aber sein Wurf passierte die Torlinie Sekundenbruchteile nach dem Abpfiff.
Ein verdienter Sieg für Fürth/Krumbach, dessen Grundstein in der ersten Halbzeit gelegt wurde. Die Deckung der Odenwälder offenbarte einige Schwächen. Auf der Seite der Gastgeber beeindruckte die kämpferische Leistung in den letzten 20 Minuten. Der Klassenerhalt dürfte aber noch schwieriger als in der letzten Saison werden.
Dem Schiedsrichtergespann ist eine sehr gute Leistung, in einem von beiden Seiten hart geführten (20 Siebenmeter, 14 Zeitstrafen) und schwer zu leitenden Spiel, zu bescheinigen.

SG Egelsbach
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Marko Rossetto und Florian Eberhardt im Tor

Nik Himmel, Pascal Frank 4, Patrick Pachert 5/1, Juris Pasincevs 4, Martin Schöne 2, Maximilian Leptich 7/6, Benjamin Hupfer 4, Lukas Gärtner 6, Aldo Pati 2 und Jan Möllenhecker

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Trainer: Klaus Feldmann

HSG Fürth/Krumbach
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Henrik Richter und Marco Knapp im Tor

Fabian Beye 8/5, Marcus Koch 1, Luca Kilian, Sebastian Koch, Hanno Eisenhauer 6, Sebastian Eisenhauer 6, Björn Beilstein 1, Michael Wagner 1, John Helferich 1, Lars Richter 1, Yannik Kaiser 1 und Markus Möke 1
(im offiziellen Spielbericht fehlen 9/6 Tore der HSG)

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Trainer: Jens Becker

Siebenmeter
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SGE: 8/7 Leptich scheitert an Knapp, triff im Nachwurf
HSG: 12/11 S. Eisenhauer scheitert an Rossetto

Zeitstrafen
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SGE: 14 Strafminuten, davon 1x 2 min für Leptich, Hupfer und Möllenhecker, 2x 2 min für Frank und Schöne
HSG: 14 Strafminuten, davon 1x 2 min für Kilian und Möke, 2x 2 min für Möke und 3x 2 min für Beye (Disq. 39′)

Schiedsrichter
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Oliver Arnold und Heiko Göttmann

Spielverlauf
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1:0, 1:1, 3:1 3:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:9, 7:9, 7:11, 8:11, 9:13, 11:13, 11:14, 12:14, 12:17, 13:17, 13:18 (Halbzeit)
13:20. 14:20, 14:21, 16:21, 16:22, 17:22, 17:23, 19:23, 19:24, 21:24, 21:25, 22:25, 22:27, 25:27, 25:28, 26:28, 27:29, 27:30 28:30 28:31, 29:31, 29:33, 31:33, 31:34, 32:34, 32:35, 33:35, 33:36, 34:36, 34:37 (Endstand).

Zuschauer
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ca. 100

Presseschau

Autor: Armin Kübelbeck