Spiel der Woche


07.02.2015

Fürth/Krumbach knackt Arheilger Serie

BOL Männer: SG Arheilgen — HSG Fürth/Krumbach 30:33 (18:13)
Drei Punkte lag Tabellenführer Fürth/Krumbach vor diesem Spiel vor den Gastgebern, die — nach Minuspunkten gerechnet — den zweiten Tabellenplatz einnahmen. Ein zehnter Sieg in Folge und Arheilgen würden den Odenwäldern bis auf einen Punkt nahe kommen. In der Vorwoche holte Arheilgen mit viel Glück beide Punkte aus Büttelborn und Fürth/Krumbach zeigte beim mageren 17:14 zu Hause gegen Erfelden wahrlich keine Glanzleistung.
Im für Viele ungewohnten Ausweichquartier in Erzhausen begann eine recht ausgeglichene Partie. Übrigens eine schöne Halle, mit viel Licht und einem farbneutralen Fußboden, der die Bildnachbearbeitung einfach macht. Hanno Eisenhauer erzielte den ersten Treffer der Partie zum 0:1. Die Führung wechselte mehrfach. In der 26. Minute warf Markus Möke für die HSG den Ausgleichstreffer zum 13:13. Es sollte der letzte Treffer der HSG in der ersten Spielhälfte sein. Nun folgte eine bärenstarke Phase der SGA, in der fast alles gelang. Die HSG wirkte sichtlich angeschlagen und kassierte fünf Treffer in Folge, bis der Pausenpfiff von Michael Riebel und Michael Mohr — die eine diesem Spitzenspiel würdige Leistung zeigten — die Arheilger Serie unterbrach.

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Florian Schmitt

Wer nun dachte, dass diese Nackenschläge auch in der 2. Halbzeit Wirkung zeigen würden, wurde eines besseren belehrt. Offensichtlich fand HSG-Trainer Jens Becker die richtigen Worte, denn nun brannte die HSG ein Feuerwerk ab. Oder aus Sicht der SGA: der Beginn der 2. Halbzeit wurde total verschlafen. Es dauerte nur zwei Minuten, bis Patrick Dreier per Tempogegenstoß den Anschlusstreffer zum 18:17 erzielte. Drei Minuten später der Ausgleichstreffer. In der 36. Minute scheiterte dann Markus Wagenknecht per Siebenmeter an Henrik Richter. Bis zur 45. Minute (23:23) konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, dann kam aber die nächste Schwächephase der SGA. Fürth/Krumbach zog auf 23:28 davon (48.). Dabei verließ die Mannschaft von Daniel Kammer das Wurfglück. So setzte beispielsweise Philip Wesp in der 52. zwei Tempogegenstöße gegen das Aluminium von Henrik Richters Tor. Aber Arheilgen zeigte sich wie in den Spielen zuvor sehr kämpferisch. Die Schlussphase war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Zunächst traf Hanno Eisenhauer in der 59. Minute von Halblinks zum vermeintlich sicheren 28:31. Doch im Gegenzug schon das 29:31 von Markus Wagenknecht. Daniel Kammer stellte nun auf offene Manndeckung um — zunächst mit Erfolg. Ein Fehlpass der HSG und Florian Schmitt erzielte den Anschlusstreffer zum 30:31 (60.). Nun hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Sebastian Eisenhauer (oder war es doch Markus Möke?) traf zum 30:32. Kammer brachte den 7. Feldspieler, doch der über die gesamte Spielzeit starke Henrik Richter hielt den Ball und warf selbigen in das leere SGA-Tor zum 30:33-Endstand.

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Henrik Richter

In der Schlussphase hatte Arheilgen etwas Pech und das Spiel hätte eigentlich zwei Sieger verdient gehabt. Es war ein Spiel, das keine Wünsche übrig ließ. Zwei Mannschaften die hart, aber fair und respektvoll gegeneinander spielten. Das war Werbung für den Handball!
Vier Punkte beträgt nun der Vorsprung der Odenwälder auf den Tabellenzweiten Erbach. Ein wichtiger Sieg auf dem Weg zur angepeilten Meisterschaft, aber es sind noch elf Spieltage.

SG Arheilgen
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Florian Zeising (1.−48.) und Thomas Becker (48.−60.) im Tor
Riccardo Posocco, Stefan Vogel 5, Timo Kaczmarek, Alexander Schilff 1, Michael Dries 1, Florian Schmitt 1, Philip Wesp 5, Moritz Brehm 1, Markus Wagenknecht 10/5, Lars van Egmond und Markus Dries 5/2

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Trainer: Daniel Kammer

HSG Fürth/Krumbach
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Henrik Richter 1 (1.−60.) und Marco Knapp für einen Siebenmeter im Tor
Phillip Bund 1, Hanno Eisenhauer 6, Sebastian Eisenhauer 2, Björn Beilstein 2, Michael Wagner, Markus Möke 2, Luca Kilian 1, Patrick Dreier 12/6, Fabian Beye 5 und Lars Richter 1

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Trainer: Jens Becker

Siebenmeter
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SGA: 8/7 (Wagenknecht scheitert an Richter, 36.)
HSG: 6/6

Zeitstrafen

SGA: 6 Strafminuten, je 1x 2 min für Kaczmarek, Michael Dries und Wagenknecht
HSG: 10 Strafminuten, davon je 1x 2 min für Bund, Kilian und Dreier, 2x 2min für H. Eisenhauer

Schiedsrichter
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Michael Riebel und Michael Mohr (TG Rüsselsheim)

Spielverlauf
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0:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4, 6:8, 8:8, 8:9, 9:9, 9:10, 10:10, 11:10, 11:12, 13:12, 13:13, 18:13 (Halbzeit)
18:17, 19:17, 19:21, 20:21, 20:22, 22:22, 22:23, 23:23, 23:28, 24:28, 24:29, 25:29, 25:30, 28:30, 28:31, 30:31, 30:33 (Endstand)

Zuschauer
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ca. 200

Pressespiegel

Autor: Armin Kübelbeck