Spiel der Woche


12.10.2014

Begeisterndes Derby in Groß-Gerau

HSG Dornheim/Groß-Gerau — HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden 24:21 (17:8)

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Susann Leibl beim Siebenmeter. Foto: Horst Heppel

Das Spitzenspiel der Frauenhandball-Landesliga Süd zwischen der gastgebenden HSG Dornheim/Groß-Gerau und der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden besaß alles, was ein Derby ausmacht. Am Ende war es der Aufsteiger aus der Kreisstadt, der einen 24:21 (17:8)-Sieg bejubeln konnte. Doch durften sich die Gäste über eine starke zweite Halbzeit freuen und zählen auf Rang drei, ebenso wie Dornheim/Groß-Gerau als Vierter, weiter zum Spitzenfeld der Liga. Den besseren Start erwischten in der stimmungsvollen, gut besetzten Albert-Faulstroh-Halle, in der sich auch zahlreiche Gästefans eingefunden hatten, eindeutig die Gastgeberinnen. Schon nach wenigen Minuten waren sie den geschockten Gästespielerinnen auf 8:1 davongezogen und gingen über 9:5, 13:6 und 16:7 mit einem klaren 17:8-Vorsprung in die Pause.
„Wir haben eine superstarke erste Halbzeit gezeigt, haben aggressiv gedeckt, nach vorne Tempo gemacht und uns gegen die 3:2:1-Abwehr von Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden sehr gut im Angriff bewegt“, war Trainer Marcus Pons in den ersten 30 Minuten begeistert. Auf der Gegenseite Seite konnte Trainer Ulli Theis dagegen nur den Kopf schütteln, dass sein Team derart überrollt wurde: „So wollten wir nicht starten.”
In der Kabine hat Theis dann seine Spielerinnen neu eingestellt und vor allem eine andere Körpersprache gefordert. Was diesen auch eindrucksvoll gelungen ist. „Wir haben dann Moral gezeigt, was der Mannschaft hoch anzurechnen ist.” Angeführt von Nicole Hartweck, der in der zweiten Halbzeit sechs Tore gelangen, kämpften sich die physisch und nun auch mental starken Gäste mit einem 5:0-Lauf gleich nach Wiederanpfiff auf 17:13 heran und schafften es, über 18:14, 21:16 und
23:18 in der Schlussphase auf 23:21 heranzukommen. Doch am Ende fehlte neben Celina Schwarzkopf, wegen einer Fußverletzung in der letzten Viertelstunde nicht mehr einsatzfähig, etwas die Cleverness, während Dornheim/Groß-Gerau mit dem letzten Treffer den Schlusspunkt unter das aufreibende Derby setzte und damit wie Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden nun zwei Siege auf dem Konto hat.
Marcus Pons, der auf Lisa Knobloch und Silvia Gimbel verzichten musste, bedauerte, dass es in der zweiten Halbzeit im Spiel nach vorne „gehapert hat”. Torfrau Pia Stöppler pflichtete bei: „Da haben wir viele Chancen vergeben und sehr nachgelassen.” Allerdings sei das WBW-Team der erwartet starke Gegner gewesen „und war ja nicht umsonst Favorit”. Umso mehr, so Stöppler, habe sich ihre Mannschaft über den Sieg gefreut — und über „ein tolles Publikum, das uns super unterstützt hat”.

Tore für Dornheim/Groß-Gerau

Silke Jung 10/5, Julia Endres 5, Andrea Kohnhäuser 3, Sina Wannemacher 2, Ricarda Becker 2, Sandra Heidenreich 2.

Tore für Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden:

Nicole Hartweck 8, Celina Schwarzkopf 6/3, Romina Hoelzl 3, Susann Leibl 3, Alisa Nathmann 1.

Spielverlauf

3:0, 8:1, 9:2, 9:5, 13:6, 16:7, (17:8), 17:13, 18:14, 21:14, 21:16, 23:18, 23:21, 24:21.


Autor: Walter Klink