Spiel der Woche


18.11.2012

Einhausen mit meisterlicher 2. Halbzeit

BLB Männer: HSG Ried — TV Einhausen 28:34 (18:17)
Die Ausgangssituation war klar, beide Mannschaften noch verlustpunktfrei an der Tabellenspitze und sechs Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten (HSG Dornheim/Groß-Gerau). Der Gewinner dieser Partie würde einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg gehen, auch wenn die Saison noch recht jung ist.
Lautstarke Unterstützung hatten die Gästemannschaft nach Lampertheim-Hofheim mitgebracht und als ihre Mannschaft nach vier Minuten mit 0:4 in Führung lag, wurde die akustische Schmerzgrenze erreicht. Vier Minuten mussten die Fans der Gastgeber auf das erste Tor ihrer Mannschaft (durch Alexander Mahr) warten, aber dann kam die HSG Ried ins Spiel. Bereits sieben Minuten später warf Christopher Haag das 6:6. In der Folgezeit konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen. Es spielten zwei gleichwertige Mannschaften, aber beide „ohne Torwart“. Auch wenn auf beiden Seiten munter die Torleute gewechselt wurden, alle Vier bekamen kaum ein Hand an den Ball. In der 30 Minute dann die erste — und wie sich später zeigen sollte auch die einzige — Führung für die HSG Ried durch Sascha Dehler. Mit diesem 18:17 ging es in die Kabinen.

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Sascha Dehler

Eigentlich sollte diese kurz vor der Pause erzielte Führung ein psychologischer Vorteil für die HSG sein. Es war aber eher eine Last. Der TVE zog wieder schnell auf vier Tore davon. Bei den spielerisch mindestens gleichwertigen Gastgebern fehlte zu oft der letzte Wille. Bei Einhausen hatte man dagegen das Gefühl, dass diese junge Mannschaft unbedingt gewinnen will. Die Gäste bauten den Vorsprung weiter aus. Auch eine Manndeckung gegen Jannick Schwöbel — mit 10/2 Toren einer der Garanten für Einhausens Erfolg — brachte keine Besserung. 3 1/2 Minuten vor Spielende lag Einhausen mit sieben Toren uneinholbar vorne. Bei der HSG Ried versuchte man nun den Frust durch Meckern abzubauen, was dazu führte, dass nur noch drei Feldspieler auf der Platte standen. Durchaus verständlich und kein Makel für die von beiden Seiten zwar sportlich hart, aber jederzeit fair geführte Partie, die von Sabine Moldaner und Ralf Seebold ausgezeichnet und souverän geleitet wurde. Am Ende sollte es wieder ein Sieg mit sechs Toren Vorsprung des TV Einhausen werden (28:34) — wie in den beiden Spielen der letzten Saison.

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Jannick Schwöbel

Wie wird die HSG Ried in dieser Saison diese Niederlage wegstecken? Gibt es keinen Absteiger aus der Landesliga in unsere BOL, so kann es am Ende zwei Aufsteiger geben, aber das ist so unklar wie die Frage, ob es weiße Weihnachten geben wird und das kommt viel früher. Am nächsten Wochenende gibt es für beide Mannschaften erneut Ried-Derbys: Am Samstag muss die HSG Ried zur ESG Erfelden II und der TV Einhausen empfängt am Sonntag die ESG Crumstadt/Goddelau II. Beides Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel.

HSG Ried
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Thorsten Reuper und Michael Weinmann im Tor

Christopher Haag 5, Nils Dinges 5/1, Alexander Mahr 8/2, Matthias Wilhelm, Tobias Cornelius, Daniel Pfeffel 7, Christopher Cornelius, Sebastian Winkler, Daniel Althapp, Sascha Dehler 3, Marc Kessler und Timo Scheuer.

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Trainer: Günter Brenner

TV Einhausen
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Florian Hartnagel und Sebastian Hauptmann im Tor

Sebastian Wachtel 1, Paul Gaas, Sören Herrmann 1, Marcel Ehret 3, Eric Marks 3, Simon Meyer 1, Ingo Holm 2, Alexander Öxler, David Wiegand 6, Tobias Scheller 7 und Jannick Schwöbel 10/2

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Trainer: Michael Hauptmann

Siebenmeter
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HSG: 4/3 (Kessler scheitert an Hauptmann)
TVE: 4/2 (Schwöbel scheitert an Reuper, Meyer trifft Latte)

Zeitstrafen
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HSG: 12 Strafminuten, davon je 1x 2 min für Reuper, Haag, Scheurer und Pfeffel; 2x 2 min für C. Cornelius
TVE: 10 Strafminuten, davon je 1x 2 min für Meyer, Holm und Scheller; 2x 2 min für Marks

Schiedsrichter
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Sabine Moldaner und Ralf Seebold

Spielverlauf
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0:4, 2:4, 2:5, 3:5, 3:6, 6:6, 6:7, 7:7, 7:8, 8:8, 8:9, 9:9, 9:10, 10:10, 10:11, 11:11, 11:13, 13:13, 13:14, 14:14, 14:16, 15:16, 15:17, 18:17 (Halbzeit)
18:18, 18:19, 19:19, 19:23, 20:23, 20:24, 21:24, 21:25, 22:25, 22:28, 23:29, 25:29, 25:31, 25:32, 26:32, 26:34, 28:34 (Endstand).

Zuschauer
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ca. 200

Vorberichte in der Presse:


Autor: Armin Kübelbeck