Bezirksvorsitzender des Handballbezirkes Darmstadt Lutz Scheibe erhält das Bundesverdienstkreuz

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Am Mittwoch, den 7. Oktober 2009, wurde dem Bezirksvorsitzenden des Handballbezirkes Darmstadt in Walldorf durch Staatssekretär Dirk Metz das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland („Bundesverdienstkreuz“) verliehen.
Lutz Scheibe wurde am 27. Juli 1943 in Leipzig-Möckern geboren. 1951 siedelten seine Eltern nach Walldorf in den Westen um. Sie sagten ihm. „Wir fahren in den Urlaub“. Doch aus dem „Urlaub“ kehrte er nicht mehr zurück und, wie Scheibe in seinem für ihn typischen Humor dazu gerne anmerkt, sagte ihm niemand, dass er „in diesem Urlaub auch arbeiten muss“ — bis zum 1. August 2006, seinem ersten Tag als Ruheständler.
Durch seinen Bruder kam er zum Handball. Bei der TGS Walldorf spielte er bis zur C-Jugend. Später entschloss er sich Handballschiedsrichter zu werden. Am 4. April 1964 begann er seine Karriere als Handball-Schiedsrichter, als er das A-Jugend-Spiel SKV Mörfelden — TV Groß-Gerau pfiff. Später leitete er Spiele in der Bezirksliga und war ab 1976/77 mit Erich Bauer in der damaligen Verbandsliga im Einsatz. Seine weiteren Gespannpartner waren Helmut Bopp, Richard Burk, Thomas Löll und Klaus Reinhold.

2002 als Schiedsrichter aufgehört

Als Lutz Scheibe 2002 die Pfeife an den Nagel hing, hatte er 1693 Spiele geleitet. In seinem Stammverein, in dem er im April seine 50-jährige Mitgliedschaft feierte, war er u.a. Abteilungsleiter Handball, Spielausschussmitglied und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. 1987 wurde er Vorsitzender des ehemaligen Handballkreis Groß-Gerau. Das Amt hatte er schon ein Jahr kommissarisch geführt. 1999 wurde er im neugegründeten Handballbezirk Darmstadt Bezirksspielwart und stellvertretender Vorsitzender. Seit 2003 steht er dem Handballbezirk Darmstadt vor und ist Klassenleiter im Jugend- und Aktivenbereich, im HHV bzw. im Bezirk Darmstadt.    
Lutz Scheibe engagierte sich auch im Vorstand der Sportschützen und beim Männergesangsverein Sängerlust. Er spielte vier Jahre im Fanfarenzug von RW Walldorf und war von 1980 bis 1982 in Walldorf Kerwevadder. Hinzu kommen 25 Jahre politische Aktivität im SPD-Ortsverein. Ehefrau Hanny und seine 1981 geborene Tochter Eva trugen so viel Engagement mit. Dirk Metz formulierte es in seiner Laudatio treffend: „Unsere Gesellschaft braucht viel mehr Lutz Scheibes.“